Traumasensitives 

Qigong

Was sind die Grundlagen von Qigong?

Qigong ist neben der Akupunktur und Heilmittelkunde ein Teilgebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin. Durch fließende und langsame Bewegungen, kombiniert mit einfachen, harmonischen Übungen in beruhigender, meditativer Form eignet sich Qigong sehr gut als Weg zur körperlichen Selbstbegegnung für jeden Menschen.

 

Was verstehen wir unter Qigong?

Qi bedeutet Lebenskraft und Gong beständiges Üben. Der Mensch gilt als gesund, wenn das Qi reichlich und ungehindert über die Leitbahnen fließen kann und eine Balance zwischen Yin und Yang besteht. 

Es gibt Übungen in Ruhe und in Bewegung. Sie können im Stehen oder im Sitzen ausgeführt werden und auch in der freien Natur.

 

Welche Qigong-Form praktiziere ich?

Die Qigong-Form, mit der ich hauptsächlich arbeite, ist das "Neiyanggong". Das bedeutet

soviel wie "Innen nährendes Qigong". Die heutige Hauptvertreterin ist Frau Prof. Liu Ya Fei.

Die Übungsfolge Neiyanggong mit seinem Credo "Wandle Muskeln und Sehnen und bewege das Qi" wird seit Jahrzehnten u.a. in einer Klinik in Beidahe/China angewandt und dort auch wissenschaftlich erforscht.

 

Worin besteht die Wirkung von Qigong?

Beim Praktizieren des Qigong vermögen wir gleichzeitig entspannt und ganz wach zu sein.

Dieser erstrebenswerte Zustand kann eine regulierende und regenerierende Wirkung auf geistige und nervliche Funktionen haben, wie wir sie auch bei der Meditation finden.

 

Hier erfahren Sie mehr zur Wirkungsweise von Qigong.

Warum kann es für traumatisierte Menschen besonders hilfreich sein, Qigong zu üben?

Die Fähigkeit zur Interozeption (Innenwahrnehmung) kann durch das Erleben von lang anhaltenden, frühen Traumata beeinträchtigt sein. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass dies zu einer Beeinträchtigung des fühlenden Selbst führen kann. Durch das Üben von Qigong verbessern wir unsere Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung und zur Selbstregulation. Der Aufbau einer körpergestützten Beobachterposition kann dabei vor der Überflutung mit belastenden Emotionen schützen. 

Hier erhalten Sie weitere Informationen zu traumasensitivem Qigong.

 

Was ist die Herangehensweise der Therapeutin?

Die Therapeutin sieht sich als Begleiterin, die Klient*innen dazu einlädt, selbstwirksam auf ihre Empfindungen zu vertrauen und eigene Entscheidungen zu treffen. In der Therapiestunde gibt es auch die Möglichkeit, individuell auf das Anliegen der Klient*innen abgestimmte und

mit ihnen entwickelte Übungen zu erlernen. Sie können sie dann selbstfürsorglich zu Hause weiter praktizieren.  

Hier erfahren Sie mehr darüber, wie eine Übungsstunde aussehen könnte.

 

In einem telefonischen Vorgespräch können wir sehr gern klären, ob Sie Qigong einmal ausprobieren möchten.

„Bleibt das Herz ohne Sonne, so verharrt das Körperland in Dunkelheit.“

  Chunjin Xiong, chinesischer Dao-Großmeister